Introduction Week - First days
Mir fehlen ehrlich gesagt so ein wenig die Worte - wir hatten heute quasi unseren ersten Schultag und wurden von Grace, der Koordinatorin der Austauschprogramme heute wirklich angenehm in die Hochschule und in Geschichte und Dasein Macaos eingeführt (Ja ich weiss, ErdkundeKurs kommt noch, viel zu wenig Zeit gerade :) ). Nachdem die allgemeinen Dinge wie Kurseinschreibung geklärt waren haben sich natürlich alle mal vorgestellt, was in China natürlich kollektivistisch so läuft dass jeder mit einem herzlichen Applaus begrüsst wird - was bei 74 exchange students natürlich schon ne Ecke dauert. Dann gabs erste Infos zur Geschichte Macaos und natürlich viel geiler - erste Infos zur Sprache Kantonesisch. Die hat lustigerweise nicht einfach nur 4 Tonhöhen wie Mandarin (Hochchinesisch) - Nein, weils so lustig ist gibt es hier 6 Tonhöhen. So hat etwa das Wort "foo" in den unterschiedlichen Tonhöhen die Bedeutungen "Mann, bitter, reich, halten, Frau oder verantwortlich". Tja, und da soll mal jemand das vernünftig hinbekommen. Es gibt Tonhöhen wie von hoch bis mittel fallend, von niedrig bis mittel steigend, mittellevel haltend, niedrig fallend, fallend dann steigend auf mittellevel und auf niedrigem Level haltend. In diesem Sinne, viel Spass mit der Vorstellung wie das funktionieren könnte.
Danach gabs noch eine lustige Erklärung wieso das Chinesische Jahr in zwölf Tierzeichen unterteilt ist, aber das würde hier doch etwas den Rahmen sprengen. Sagen wir mal, die Chinesen sind doch recht erfindungsreich :)
Dann kam das Highlight des Tages, wir waren alle schon relativ angespannt weil die Überschrift morgens lautete: Typisch chinesisches Essen heute, das ihr wahrscheinlich nie wieder essen werdet. Das verhiess nichts wirklich Gutes, daher waren alle relativ aufgeregt. Um 18 Uhr Scharp :) wurden wir dann von Bussen abgeholte und mit Biervorrat von Santtu und Mikael ausgerüstet ginge es Richtung Old-Macao - dem Alten viertel in Macao. Der Hammer - es war wirklich schon etwas wie im Film - auf der offenen Strasse wurden Frösche, Schlangen, Fische, Garnelen etc. präsentiert und wir standen alle etwas ungläubig um das doch etwas schäbig geratete Gezappel rum, das sich da um uns herum anbot. Dann rein in dein winziges typisch chinesisches Lokal und die beiden Betreuerinnen der Austausch-Studenten machten sich einen Spass daraus uns erst probieren zu lassen, bevor sie uns verrieten was es da eigentlich zu essen gab. Empfindliche Gemüter sollten an dieser Stelle evtl. nicht weiterlesen bzw. nicht weiter die Bilder studieren - ich habe mir nur vorgenommen alles mal zu probieren hier, schliesslich befindet man sich angeblich in der besten Küche der Welt:
Zum Auftakt gab es etwas relativ harmloses zu Beginn - nachdem allen nochmal erkärt wurde wir man mit den Stäbchen umgeht wurde der erste Gang serviert: Im Nachhinein als Schweinefleisch süss-sauer deklariert, also noch relativ harmlos. Als nächstes wurden wir eingeladen dann doch bei der Zubereitung der künftigen Speisen zuzuschauen, was dann doch relativ hart wurde - der Schlange wurde bei lebendigem Leib der Kopf abgetrennt, dann die Haut direkt vom Körper gezogen und dann in kleine Stücke gehackt. An dieser Stelle wurde es den Damen abei doch etwas ganz anders :)
Dann wieder zurück und die weiteren Gänge abgewartet - zunächst nicht schwer zu erraten aber doch eine Herausforderung für die Essmanieren - Langusten oder Krustentiere. Als nächstes kam ein braunes frittiertes etwas auf den Tisch, was alle zunächst mal mutig als Hühnerbeine ausgemacht haben. Nachdem alle an dem etwas zähen Fleisch rumgenagt haben stellt sich allerdings heraus, dass es sich ganz und gar nicht um Beine handelte, sondern tatsächlich um eine Delikatesse der kantonesischen Küche: Entenzunge!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Klingt eklig - schmeckt auch so :D
Dann gings mit etwas harmloseren weitere - gebratene Sojanudeln mit scharfer Chilisauce - war im Vergleich zur Erfahrung vorher doch recht harmlos :)
Wie man auf den Pics sehen kann hatten die Leute schon recht viel Spass an der ganzen Operation, aber das war ja noch nicht das Ende der Fahnenstange:
Nach weiteren Gängen wie Ei mit Schrimps (harmlos für Zwischendurch) oder Spinatwurzeln (iih, Gemüse) - gings dann doch weiter mit was wilderem :)
Meeresfrüchte frisch mit ziemlich viel Glibber zwischendrin, aber - wer nicht wagt, der nicht gewinnt natürlich :)
Dann kam das eigentliche Highlight des Abends - aber dazu dann doch morgen mehrm muss in 6 Stunden wieder raus. Ich sag nur, diePics lohnen sich ;)
Es gab dann tatsaechlich gebratene Bienen und anderes gegrilltes Insektenzeug, war auch recht gewoehnungsbeduerftig im geschmack. Absolutes Highlight des Abends war dann aber doch die Schlange, die vorher sehr unappetitlich gehaeutet wurde, aber was will man machen. Schmeckt allerdings seehr lecker, war wie sehr salziges Huehnchen, von daher koennte es durchaus nochmal passieren dass wir diese Delikatesse nochmal zu uns nehmen werden. und NEIN, es gab keinen Hund :) Wurden wir gleich aufgeklaert dass das eher im Norden angesiedelt ist und alle Buddhisten hier koennen das nicht wirklich essen weil Hund essen schlimmes Pech fuers kommende Jahr bedeutet, zumindest hat uns Grace, unsere Betreuerin uns das so erklaert. Im Norden wird Hund wohl nur in der Provinz und im Winter gegessen da es wohl ziemlich waermendes Fleisch sein soll. Aber naja, bin ich froh dass uns das erspart blieb, aber das Semester ist ja noch lang... :) Als Abschluss gabs dann noch Schnecken, allerdings war das nicht sehr franzoesisch lecker, da die schnecke einfach komplett ins Wasser geworfen wurde und somit aller Glibber noch in der Schnecke war + es gab natuerlich leider keine schrecklich gute Kraeuterbutter dazu. das war dann auch das einzigste an dem Abend bei dem ich dankend abgelehnt habe. Mehr kulinarische Berichte folgen spaeter noch nach unserem Urlaub naechste Woche!

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